Die magische Kraft der Kultur
Lingner Podcast
Ein Lingner-Podcast zum Thema "Kommunikation und Krise"
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Die magische Kraft der Kultur

… ein LINGNER CONSULTING NEW MEDIA-Podcast zum Thema: Kommunikation und Krise

Stellen Sie sich - phantasiebegabt wie Sie sind - einmal folgendes Szenario vor:
Es ist Montagmorgen. Sie setzen sich mehr oder weniger motiviert an Ihren Schreibtisch und fahren den Rechner hoch. "Pling-Plong": neue Mail. Schlimmer noch: Post "aus der Führungsetage". Von ganz oben.
In der Betreffzeile die doppelzüngig-provokanten Worte: "Sie werden mich schon noch kennen lernen!"

Etwas klamm im Magen öffnen Sie und lesen …

… Sie lesen ein wunderschönes Sonett von William Shakespeare, verbunden mit der Anregung, sich vielleicht einmal Gedanken darüber zu machen, ob es für alle Beteiligten nicht interessant sein könnte, ein elektronisches, innerbetriebliches Forum einzurichten, um sich darin beispielsweise über kulturelle Themen und Gedanken auszutauschen.
Mit freundlichen Grüßen.

Natürlich sind Sie erst einmal baff, Sie verstehen die Welt nicht mehr. Die gewohnte Welt der Arbeit … Doch schlagartig sind sie hellwach. Vielleicht sogar begeistert. Was ist geschehen?

Ihr "Oberster Dienstherr", ein Mensch, in dem Sie bislang immer nur den "Bestimmer", den "Entscheidungsträger", die "Höchste Instanz" gesehen haben, hat Sie wahrgenommen. Wahrgenommen in Ihrer ganzen Identität.
Und er hat noch viel mehr getan: Er hat sich selbst geoutet: als ein Individuum, das nicht nur von Bilanzen lebt und von Wachstumsphantasien getrieben ist, sondern mitten im Leben steht. Das heißt: Mitten in einer gemeinsamen Kultur.
Klar, dass Sie sofort antworten wollen. Vielleicht mit einer Reproduktion Ihres Lieblingsgemäldes und Ihren Gedanken dazu. Ebenso klar, dass Sie an diesem geplanten Forum teilnehmen werden. Und zwar nicht, um Ihrem Chef einen Gefallen zu tun, sondern weil Sie Spaß daran haben. Weil Sie motiviert sind.

Und merken Sie was? Der Groll, der noch Freitag Nachmittag in Ihnen aufstieg, weil Sie wieder Arbeit mit nach Hause nehmen mussten, ist verflogen. Zumindest wurde er von einem positiv-produktiven Grundgefühl überlagert und verlor dadurch eine Menge an Zündstoff; an destruktivem Zündstoff.

"Völlig illusorisch, diese Vorstellung!", sagen Sie.
Und:
"Für solche Spielereien bleibt mir keine Zeit", sagt der Mann an der Spitze.

Beides ist falsch. Alles Denkbare ist auch machbar, und Kreativität hat höchste Priorität. Gerade in der Krise.
Mag zwar sein, dass diese Episode tatsächlich noch ein Stück weit Utopie ist. Das ändert jedoch nichts an der Berechtigung Ihres gedanklichen Ansatzes.

Und was die finanzielle Seite angeht: Bilanz der Geschichte: kostenneutral bis extrem wertschöpfend. Umso mehr, als sich längst die Überzeugung durchgesetzt hat, dass Motivation mit Nichts(!) zu bezahlen ist.
Honni soit, qui mal y pense!, sagt der Franzose.
Ein Narr, der Schlechtes darüber denkt!

Doch genau darum geht es in unserer kleinen Geschichte. Um zunächst immaterielle Werte wie Akzeptanz und Motivation. Um Kreativität und die Verwirklichung von Visionen, Utopien und bis dato kaum Vorstellbarem. Tenor also: Kultureller Wechsel durch Kommunikation. Kommunikation im besten Sinne und mit den dafür geeignetsten Mitteln - bekannt aus dem so genannten Web 2.0. Noch Zukunftsmusik in den meisten Unternehmen, doch längst Standard der virtuellen Welten im Web 2.0.

Wenn in den vergangenen Wochen und Monaten so viel von der "Chance in der Krise" die Rede war, dann bietet diese kleine Geschichte zumindest einen ersten Lösungsansatz, indem sie ein Schlaglicht wirft, quasi mit dem Spot ein verbreitetes Defizit ausleuchtet. Und das heißt: "Unternehmenskultur als Produkt einer neuen Kommunikationskultur". Ein hoher Wert: ideell, materiell, global.

Arbeitsteilung als Grundbedingung industrieller und post-industrieller Produktion ist zwar unumkehrbar, und sie wird sich in dem Maße noch verfeinern, wie immer differenzierteres Expertenwissen und Know-how gefordert sein werden. Doch Arbeitsteilung muss nicht gezwungenermaßen Frustration und Identitätsverlust bedeuten. Anders ausgedrückt: Den Weg aus der Krise findet nur derjenige, der die dauerhafte Aussöhnung sucht zwischen dem so genannten "Berufs-" und dem so genannten "Privatleben". Zwischen Gewinnorientierung, gesellschaftlicher Verantwortung und zweckfreiem Sein in schöpferischem Tun und Denken.

Kommunikation ist auch hier das Bindeglied. Und Kommunikationskultur die Brücke. Polemisch zugespitzt: Der ganzheitlich wahrgenommene, kreative Mitarbeiter ist der bessere Familienvater. Vielleicht sogar der bessere Staatsbürger und Demokrat. Und noch polemischer: Ein CEO, der Lyrik liebt und lebt, kann ein so schlechter Mensch gar nicht sein!
"Das Sein bestimmt das Bewusstsein". Aber umgekehrt gilt genauso: "Das Bewusstsein bestimmt das Sein".

Lassen Sie uns den Spagat wagen: mit Zukunftskommunikation als Wegbereiter einer neuen Kultur. Für eine gemeinsame Zukunft.
Mit Lingner Consulting New Media.
 


 
 
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